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Raus aus den Schulden!

 

Viele Menschen sind überschuldet und kennen keinen Ausweg aus ihrer misslichen Lage. Häufig führt der Weg in die Zahlungsunfähigkeit ohne eigenes Verschulden z.B. durch Krankheit, Trennung vom Partner oder Arbeitslosigkeit. Die Verbraucherinsolvenz bietet in diesem Fall für überschuldete natürliche Personen ein attraktives Instrument innerhalb von 6 Jahren in den Genuss von Schuldenfreiheit zu gelangen. Es handelt sich um ein wirtschaftlich effizientes und sinnvolles Instrument. Zwar bleiben Forderungen der Gläubiger im Rahmen des Verbraucherinsolvenzverfahrens oft unbefriedigt, dafür erlangt der Schuldner wieder eine Möglichkeit am Wirtschaftsleben teilzunehmen ohne sich im Dunstkreis der Schattenwirtschaft verlieren zu müssen.

 

Wie können Sie schuldenfrei werden?

 

Ein außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch dauert im Durchschnitt zwei Monate. Das sich anschließende gerichtliche Verfahren dauert ungefähr drei Monate. Die genaue Dauer hängt davon ab, ob das Gericht noch ein eigenständiges Schuldenbereinigungsverfahren durchführt, oder direkt über den Eröffnungsantrag entscheidet.

Das gerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren ist auf sechs Jahre ausgelegt, an deren Ende die Restschuldbefreiung für den Verbraucher tritt. In dieser Zeit sind allenfalls die pfändbaren Bezüge des Einkommens an einen Treuhänder abzuführen. Man steht also nicht schlechter da als wenn man das Verbraucherinsolvenzverfahren nicht einleiten würde, mir dem Unterschied, dass am Ende die Restschuldbefreiung nach sechs Jahren besteht.

 

Ein einfaches Rechenbeispiel:

 

Die Schulden betragen 50.000,00 EUR. Das Einkommen beträgt 1.050,00 EUR bei keiner Unterhaltsverpflichtung. Der pfändbare Teil des Einkommens beläuft sich damit auf 45,40 EUR. Während im Rahmen der Verbraucherinsolvenz ca. 3.270,00 EUR zu zahlen wären und am Ende die Restschuldbefreiung steht, würden ohne die Verbraucherinsolvenz immer noch 46.730,00 zzgl. weiterer Zinsen bestehen.

Bezüglich der Befriedigung der Gläubigerforderungen ist das Angebot eines so genannten Nullplanes inzwischen der Regelfall. Ein Nullplan ist das vom Schuldner ausgehende Angebot, die Forderungen der Gläubiger mit dem Betrag von 0,- Euro abzutragen. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Schuldner über keinerlei pfändbares Einkommen verfügt, was häufig bei Schuldnern mit Unterhaltsverpflichtungen gegeben ist.

 

Wer hilft Ihnen?

 

Helfen können Ihnen Schuldnerberatungsstellen und Rechtsanwälte. Schuldnerberatungsstellen sind jedoch oftmals überlastet, so dass Ihnen dort Wartezeiten von drei bis sechs Monaten entstehen können. Dies ist Zeit, die Ihnen verloren geht. Der Rechtsanwalt leitet sofort die erforderlichen Schritte für Sie ein.

 

Wer trägt Ihre Kosten?

 

Den zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens notwendigen außergerichtlichen Versuch einer Schuldenbereinigung können Sie als Schuldner über Beratungshilfe finanzieren. Dazu bekommen Sie auf Antrag einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht, der von einem Rechtsanwalt gestellt werden kann.

Die Gerichtskosten, die Kosten des Treuhänders und die Kosten des Rechtsanwalts werden dann von Staatskasse übernommen.

 

 

Was soll in Zukunft anders werden?

 

Diese für den Schuldner positiven Regelungen sollen unter dem Druck der Kosten jedoch deutlich verschärft werden.

Diskutiert wird hierzu die Einführung einer Mindestquote, die Verkürzung von Verjährungsfristen und eine Kombination von beidem. Danach soll eine Restschuldbefreiung nur erteilt werden, wenn der Schuldner innerhalb von vier Jahren zehn Prozent der Gläubigerforderungen befriedigt hat. Wenn der Schuldner allerdings nichts zu der Befriedigung seiner Gläubiger beitragen kann, dann seien die Forderungen seiner Gläubiger nach acht Jahren verjährt. In diesem Zeitraum sollen Einzelzwangsvollstreckungen möglich sein. Schuldenfreiheit tritt dann erst nach acht Jahren ein.

 

Was ist zu tun?

 

Nach der ungewissen Zukunft der Entwickelung des Insolvenzrechtes sei es jedem, der mit dem Gedanken spielt den Schritt in die Privatinsolvenz zu gehen, diesen möglichst noch unter den geltenden Voraussetzungen anzutreten.

Allerdings kann angesichts dieses oben dargestellten Ausblicks verschuldeten Haushalten nur der Ratschlag erteilt werden, die jetzt geltenden Regelungen des Verbraucherinsolvenzverfahrens auszunutzen.